Aktuelles

Georg Meggle wird 80 Jahre alt

Am 21. Mai 2024, wird Georg Meggle, Ehrenpräsident der GAP, 80 Jahre alt. Der Vorstand der GAP gratuliert auf das Herzlichste! Ulla Wessels und Christoph Lumer haben für die GAP eine Laudatio zum 80. Geburtstag von Georg Meggle geschrieben. Die Laudatio finden Sie hier.

20. Mai 2024

Stellungnahme des GAP-Vorstands zur BILD-Kampagne vom 08.05.2024

Die BILD-Zeitung hat Lehrende, die sich in einem offenen Brief gegen Polizeieinsätze auf dem Campus und für einen Dialog mit demonstrierenden Studierenden ausgesprochen haben, als „UniversiTÄTER“ diffamiert und mit Fotos und Namen an den Pranger gestellt. Wissenschaftsministerin Stark-Watzinger (X-Konto) stellte gegenüber der BILD in Frage, dass die Unterzeichnenden des Briefs “auf dem Boden des Grundgesetzes stehen”.

Sowohl die Proteste selbst als auch der offene Brief sind in den Medien sowie in der Politik teils zu Recht kritisiert und intensiv diskutiert worden.

Der Vorstand der GAP hält jedoch die Rolle und Aussagen der Wissenschaftsministerin in diesem Zusammenhang für problematisch. Gegen die abstoßende und demagogische Medienkampagne der BILD-Zeitung wenden wir uns mit Nachdruck.

Der Vorstand der GAP

21. Mai 2024

Nominierung für den Frege-Preis

Beim GAP.12-Kongress – Pathways to Truth / Wege zur Wahrheit –, der vom 8.–11. September 2025 in Düsseldorf stattfindet, wird die GAP zum sechsten Mal den Frege-Preis verleihen. Mit diesem Preis werden alle drei Jahre deutschsprachige Philosoph:innen, die sich in der Analytischen Philosophie besonders ausgezeichnet haben, für ihr philosophisches Werk geehrt. Der Preis ist undotiert, doch zu Ehren der Preisträger:in wird auf dem GAP-Kongress ein Kolloquium veranstaltet. Die bisherigen Preisträger:innen waren Wolfgang Künne, Rüdiger Bittner, Wolfgang Spohn, Dieter Birnbacher und Martine Nida-Rümelin.

Wir bitten Sie, Vorschläge für die nächste Preisträgerin oder den nächsten Preisträger mit einer kurzen Begründung (max. 250 Wörter) bis zum 30. April 2024 per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einzureichen. Es können Personen aus allen Bereichen der Analytischen Philosophie ausgezeichnet werden. Ein inhaltlicher Bezug zu Freges Werk ist für die Nominierung nicht erforderlich. Die Jury besteht aus dem Vorstand der GAP.

Positionspapier zum elektronischen Publizieren und der Bewertung wissenschaftlicher Expertise

Nicola Mößner (Leibniz Universität Hannover) und Klaus Erlach (Fraunhofer IPA Stuttgart) haben ein Positionspapier vorgelegt, das eine Problemdiagnose sowie Lösungsvorschläge zum Thema elektronisches Publizieren und Bewertung philosophischer Expertise bietet. Die GAP verlinkt hier zum beachtenswerten Positionspapier, das zur Stärkung der Autonomie der Wissenschaften beitragen kann, weil es u.a. wichtige und wissenswerte Informationen zum elektronischen Publizieren, dem ‚Markt‘ der Informationen, dem Wissenschaftler:innen-Tracking und zu Informationsdienstleistern und der Metrisierung der Wissenschaft enthält. Die Lösungsvorschläge darin bieten einen Startpunkt zur weiteren Diskussion.

28. Februar 2024

Hybride GAP-Ringvorlesung 2024 – »Umkämpfte Begriffe: Philosophische Perspektiven auf Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, …«

Was ist Rassismus, was ist Antisemitismus, Sexismus, Islamfeindlichkeit, Transfeindlichkeit, Homophobie etc.? Unsere Ringvorlesung verfolgt das Projekt, die schwierigen begrifflichen Abgrenzungsprobleme, die sich bei der Definition der unterschiedlichen Arten gruppenbezogener Diskriminierung stellen, einmal im Zusammenhang zu erörtern.

Das Programm und eine detaillierte Beschreibung zur Vorlesung finden Sie hier. Der Link zur Teilnahme per Zoom folgt zeitnah an dieser Stelle und in einer unserer Sondermails.

29. januar 2024

Doktorand:innen-Workshop 2024

thematisch offen, für Erstakademiker:innen, organisiert von Hamid Taieb und Barbara Vetter in Zusammenarbeit mit der GAP, 24.–25. April 2024 an der HU Berlin, Bewerbungsschluss: 31. Dezember 2023. Nähere Informationen finden Sie hier.

Zum 175. Geburtstag von Gottlob Frege (1848–1925)

Am 8. November 2023, jährt sich Gottlob Freges Geburtstag zum 175. mal. Dolf Rami (Ruhr-Universität Bochum) hat aus diesem Anlass für die GAP einen Text verfasst, der das Werk Freges würdigt, dabei aber auch kritisch auf Erkenntnisse zur Person Freges eingeht. Der Text ist hier abrufbar.                                

 

8. november 2023

Zum Tode von Hans Albert

Am 24.10.2023 ist unser Ehrenmitglied Hans Albert im Alter von 102 Jahren gestorben. Hans Albert hatte von 1963 bis 1989 den Lehrstuhl für Soziologie und Wissenschaftslehre an der Universität Mannheim inne.

Er zählt zu den herausragenden Vertretern des kritischen Rationalismus, der insbesondere jede Form von Unfehlbarkeit, Dogmatismus und den Anspruch auf letztgültige Begründungen ablehnt. Das von ihm formulierte Münchhausen-Trilemma veranschaulicht diese Haltung eindrucksvoll: Es zeigt auf, dass eine abschließende Begründung unseres Wissens unmöglich ist, da wir uns entweder in endlosen Rechtfertigungen verlieren, auf zirkuläre Argumentationen zurückgreifen oder uns dogmatisch an unbegründeten Annahmen festklammern würden.

Rainer Hegselmann hatte zum 100. Geburtstag von Hans Albert eine ausführliche Würdigung zu Leben und Werk dieses großen Philosophen und Soziologen verfasst, auf den wir hier erneut verlinken.

30. oktober 2023

GAP.12: Save the date!

8.–11. September 2025 in Düsseldorf
Watch this Space!

Essaypreis 2023 der GAP und der GPS

Die Preisfrage 2023 lautet:
Gibt es etwas, das eine KI nie können wird?

Einreichungen von Essays im Umfang von bis zu 3.000 Wörtern sind bis zum 30. November 2023 möglich. Beachten Sie dazu bitte die Teilnahmebedingungen und Einreichhinweise in diesem Dokument. Ein Poster zum aktuellen Essaypreis finden Sie hier.

Tod von Peter Bieri

Am 27. Juni 2023 ist Peter Bieri (1944–2023) im Alter von 79 Jahren verstorben. Bieri war u.a. durch die von ihm herausgegebenen Bände Analytische Philosophie des Geistes (Hain 1981) und Analytische Philosophie der Erkenntnis (Athenäum 1987) für die Entwicklung der analytischen Philosophie im deutschsprachigen Raum prägend. Er hat sich auch kritisch zu gewissen Entwicklungen der analytischen Philosophie geäußert. Durch die zu starke Orientierung am formalen Argumentieren erinnere die Philosophie manchmal an »Hobbymathematik« und philosophische Fragestellungen klängen wie bloße »Logeleien« (siehe sein Aufsatz »Was bleibt von der analytischen Philosophie?« in der DZPhil von 2007). 1993 wurde Bieri an der Freien Universität Berlin auf eine Professur für Philosophie berufen, die er 2007 aufgab. Unter dem Pseudonym »Pascal Mercier« veröffentlichte er zahlreiche Romane, u.a. Perlmanns Schweigen (Albrecht Knaus 1995) und Nachtzug nach Lissabon (Hanser 2004). Auf philpublica.de finden sich Links zu Nachrufen zur Würdigung der Leistungen von Peter Bieri. Für die FU Berlin und die GAP hat Holm Tetens einen Nachruf verfasst.

14. juli 2023

Stellungnahme der GAP zum Gesetzentwurf zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat am 17.03.23 die Eckpunkte eines Gesetzentwurfs zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) vorgelegt. Als Reaktion auf die vehemente Kritik daran, nicht zuletzt von #ichbinhanna und #profsfuerhanna, hat das BMBF bereits angekündigt, die Frage der Höchstdauer der PostDoc-Qualifizierungsbefristung noch einmal mit Vertreter:innen der Gewerkschaften, Beschäftigteninitiativen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen diskutieren zu wollen.

Der Vorstand der Gesellschaft für analytische Philosophie begrüßt diese Einladung zum Dialog sehr, denn die Novellierung bietet keine entscheidende Verbesserung: Eine Höchstbefristungsdauer der PostDoc-Phase auf drei Jahre (wie im Vorschlag des BMBF) ist beispielsweise zu kurz für eine Qualifizierung auf eine universitäre Professur. Regelungen zur Befristungsdauer können auch nicht gewährleisten, was vor allem geboten ist: dass die Länder und die Hochschulen mehr Dauerstellen im Mittelbau und/oder Tenure-Track-Professuren schaffen.

Statt neuer Kompromisslösungen im WissZeitVG wäre eine gemeinsame Bund-, Länder- und Hochschulinitiative wünschenswert, die die finanziellen und gesetzlichen Möglichkeiten dafür bereitstellt. Hier könnte auch über Paradigmenwechsel nachgedacht werden, wie sie die GAP (in einem gemeinsamen Papier mit der Deutschen Gesellschaft für Philosophie) beispielsweise bereits vorgestellt hat. Das Papier finden sie hier.

Die Stellungnahme der GAP vom 3. Juli 2023 zum Referentenentwurf des BMBF im Zusammenhang mit dem WissZeitVG können Sie hier einsehen.

25. märz 2023 (aktualisiert am 8. juli 2023)