Aktuelles

Hybride GAP-Ringvorlesung 2024 – »Umkämpfte Begriffe: Philosophische Perspektiven auf Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, …«

Was ist Rassismus, was ist Antisemitismus, Sexismus, Islamfeindlichkeit, Transfeindlichkeit, Homophobie etc.? Unsere Ringvorlesung verfolgt das Projekt, die schwierigen begrifflichen Abgrenzungsprobleme, die sich bei der Definition der unterschiedlichen Arten gruppenbezogener Diskriminierung stellen, einmal im Zusammenhang zu erörtern.

Das Programm und eine detaillierte Beschreibung zur Vorlesung finden Sie hier. Der Link zur Teilnahme per Zoom folgt zeitnah an dieser Stelle und in einer unserer Sondermails.

29. januar 2024

Doktorand:innen-Workshop 2024

thematisch offen, für Erstakademiker:innen, organisiert von Hamid Taieb und Barbara Vetter in Zusammenarbeit mit der GAP, 24.–25. April 2024 an der HU Berlin, Bewerbungsschluss: 31. Dezember 2023. Nähere Informationen finden Sie hier.

Zum 175. Geburtstag von Gottlob Frege (1848–1925)

Am 8. November 2023, jährt sich Gottlob Freges Geburtstag zum 175. mal. Dolf Rami (Ruhr-Universität Bochum) hat aus diesem Anlass für die GAP einen Text verfasst, der das Werk Freges würdigt, dabei aber auch kritisch auf Erkenntnisse zur Person Freges eingeht. Der Text ist hier abrufbar.                                

 

8. november 2023

Zum Tode von Hans Albert

Am 24.10.2023 ist unser Ehrenmitglied Hans Albert im Alter von 102 Jahren gestorben. Hans Albert hatte von 1963 bis 1989 den Lehrstuhl für Soziologie und Wissenschaftslehre an der Universität Mannheim inne.

Er zählt zu den herausragenden Vertretern des kritischen Rationalismus, der insbesondere jede Form von Unfehlbarkeit, Dogmatismus und den Anspruch auf letztgültige Begründungen ablehnt. Das von ihm formulierte Münchhausen-Trilemma veranschaulicht diese Haltung eindrucksvoll: Es zeigt auf, dass eine abschließende Begründung unseres Wissens unmöglich ist, da wir uns entweder in endlosen Rechtfertigungen verlieren, auf zirkuläre Argumentationen zurückgreifen oder uns dogmatisch an unbegründeten Annahmen festklammern würden.

Rainer Hegselmann hatte zum 100. Geburtstag von Hans Albert eine ausführliche Würdigung zu Leben und Werk dieses großen Philosophen und Soziologen verfasst, auf den wir hier erneut verlinken.

30. oktober 2023

GAP.12: Save the date!

8.–11. September 2025 in Düsseldorf
Watch this Space!

Essaypreis 2023 der GAP und der GPS

Die Preisfrage 2023 lautet:
Gibt es etwas, das eine KI nie können wird?

Einreichungen von Essays im Umfang von bis zu 3.000 Wörtern sind bis zum 30. November 2023 möglich. Beachten Sie dazu bitte die Teilnahmebedingungen und Einreichhinweise in diesem Dokument. Ein Poster zum aktuellen Essaypreis finden Sie hier.

Tod von Peter Bieri

Am 27. Juni 2023 ist Peter Bieri (1944–2023) im Alter von 79 Jahren verstorben. Bieri war u.a. durch die von ihm herausgegebenen Bände Analytische Philosophie des Geistes (Hain 1981) und Analytische Philosophie der Erkenntnis (Athenäum 1987) für die Entwicklung der analytischen Philosophie im deutschsprachigen Raum prägend. Er hat sich auch kritisch zu gewissen Entwicklungen der analytischen Philosophie geäußert. Durch die zu starke Orientierung am formalen Argumentieren erinnere die Philosophie manchmal an »Hobbymathematik« und philosophische Fragestellungen klängen wie bloße »Logeleien« (siehe sein Aufsatz »Was bleibt von der analytischen Philosophie?« in der DZPhil von 2007). 1993 wurde Bieri an der Freien Universität Berlin auf eine Professur für Philosophie berufen, die er 2007 aufgab. Unter dem Pseudonym »Pascal Mercier« veröffentlichte er zahlreiche Romane, u.a. Perlmanns Schweigen (Albrecht Knaus 1995) und Nachtzug nach Lissabon (Hanser 2004). Auf philpublica.de finden sich Links zu Nachrufen zur Würdigung der Leistungen von Peter Bieri. Für die FU Berlin und die GAP hat Holm Tetens einen Nachruf verfasst.

14. juli 2023

Stellungnahme der GAP zum Gesetzentwurf zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat am 17.03.23 die Eckpunkte eines Gesetzentwurfs zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) vorgelegt. Als Reaktion auf die vehemente Kritik daran, nicht zuletzt von #ichbinhanna und #profsfuerhanna, hat das BMBF bereits angekündigt, die Frage der Höchstdauer der PostDoc-Qualifizierungsbefristung noch einmal mit Vertreter:innen der Gewerkschaften, Beschäftigteninitiativen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen diskutieren zu wollen.

Der Vorstand der Gesellschaft für analytische Philosophie begrüßt diese Einladung zum Dialog sehr, denn die Novellierung bietet keine entscheidende Verbesserung: Eine Höchstbefristungsdauer der PostDoc-Phase auf drei Jahre (wie im Vorschlag des BMBF) ist beispielsweise zu kurz für eine Qualifizierung auf eine universitäre Professur. Regelungen zur Befristungsdauer können auch nicht gewährleisten, was vor allem geboten ist: dass die Länder und die Hochschulen mehr Dauerstellen im Mittelbau und/oder Tenure-Track-Professuren schaffen.

Statt neuer Kompromisslösungen im WissZeitVG wäre eine gemeinsame Bund-, Länder- und Hochschulinitiative wünschenswert, die die finanziellen und gesetzlichen Möglichkeiten dafür bereitstellt. Hier könnte auch über Paradigmenwechsel nachgedacht werden, wie sie die GAP (in einem gemeinsamen Papier mit der Deutschen Gesellschaft für Philosophie) beispielsweise bereits vorgestellt hat. Das Papier finden sie hier.

Die Stellungnahme der GAP vom 3. Juli 2023 zum Referentenentwurf des BMBF im Zusammenhang mit dem WissZeitVG können Sie hier einsehen.

25. märz 2023 (aktualisiert am 8. juli 2023)

Zum 100. Geburtstag von Wolfgang Stegmüller (1923–1991)

Am 3. Juni 2023 war der hundertste Geburtstag von Wolfgang Stegmüller, Ordinarius für Philosophie, Logik und Wissenschaftstheorie an der LMU München und bedeutender Wissenschaftstheoretiker des 20. Jahrhunderts. Stegmüller war einer der Hauptverantwortlichen dafür, dass die analytische Philosophie nach dem Krieg wieder in Deutschland Fuß fasste, nachdem die Generation des Wiener Kreises durch die Nazis vertrieben worden war. Ihm zu Ehren vergibt die Gesellschaft für analytische Philosophie alle drei Jahre den Wolfgang-Stegmüller-Preis für herausragende Arbeiten in der analytischen Philosophie. Informationen zu den PreisträgerInnen finden Sie hier.

Mehr Informationen zu Wolfgang Stegmüller und seine Bedeutung für die Analytische Philosophie erhalten Sie auch im Grußwort der GAP-Präsidentin Elke Brendel im Rahmen des Symposiums zum 100. Geburtstag von Wolfgang Stegmüller »Quo Vadis? Analytische Philosophie in Deutschland dreißig Jahre nach Wolfgang Stegmüller« (LMU München, 29. Juni 2023).

10. juni 2023

Jury-Entscheidung zum Essaypreis 2022 der GAP und der GPS

Die Gesellschaft für Analytische Philosophie und die Grazer Philosophische Studien freuen sich über das Interesse an der Preisfrage Über Geschmack lässt sich nicht streiten – oder doch?

Es wurden 20 Essays eingereicht (darunter acht von Frauen). Eine Fachjury bestehend aus neun Expert:innen hat sich eingehend mit den anonymisierten Beiträgen befasst und folgende Essays ausgezeichnet:

  • 1. Preis: –
  • 2. Preis: Aline Dammel (Georg-August Universität Göttingen): »Warum sich doch sinnvoll über Geschmack streiten lässt« (Kurzzusammenfassung)
  • 2. Preis: Matthias Luxenburger (Goethe-Universität Frankfurt am Main): »Streiten über Geschmack – eine Frage des Maßstabes« (Kurzzusammenfassung)
  • 3. Preis: –

Der Jury gehörten Larissa Berger, Jochen Briesen, Elke Brendel, Alexander Dinges, Martina Fürst, Markus Kneer, Lisa Schmalzried, Markus Schrenk und Julia Zakkou an. Die ausgezeichneten Essays werden in der zweiten Jahreshälfte 2023 in den Grazer Philosophischen Studien erscheinen. Wir beglückwünschen die Gewinner und danken allen Teilnehmer:innen für ihren Beitrag!

11. april, 2023

Zum Tode von Ernst Tugendhat

Am 13. März 2023 ist Ernst Tugendhat (1930–2023) im Alter von 93 Jahren verstorben. Tugendhat hat einen wichtigen Beitrag zum Neuanfang der analytischen Philosophie in Deutschland nach der Zeit des Nationalsozialismus geleistet. Stefan Gosepath hat einen kurzen Nachruf zur Würdigung der Leistungen von Ernst Tugendhat verfasst.

PhilPublica-/ZEPP-Workshop 2023: »Wie rezensiere ich ein philosophisches Buch im Feuilleton?«

Mit Jens-Christian Rabe (Süddeutsche Zeitung, Feuilleton) und Lars Weisbrod (DIE ZEIT, Feuilleton). Der Workshop findet vom 13.–15. September 2023 an der Ludwig-Maximilians-Universität München statt. Er wird von PhilPublica in Kooperation mit dem Zentrum für Ethik und Philoso­phie in der Praxis (ZEPP) der LMU München organisiert und von den beiden Fachgesellschaf­ten GAP und DGPhil mitfinanziert. Weitere Informationen zum Workshop finden Sie hier.